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| Abschied nehmen von Sven |
(J) Morgens um 9:00 Uhr in Alber, ganz in der Nähe des Sees an dem wir geschlafen hatten, verließ Sven Hannes und mich mit der kleinen Schmalspurbahn. Eine Woche ist er zum Arbeiten nach Göttingen zurückgekehrt, wobei er auf seiner Odyssee nach Deutschland zurück selbst Wien zwei Tage vor uns streifte. Nun kuriert er beim Programmieren am Schreibtisch sitzend sein Knie aus, bevor er wieder zu uns trifft.
Wir dagegen fuhren mit dem Fahrrad weiter an der tschechischen Grenze entlang, auf dem Greenway Richtung Wien. Auf der Suche nach der vierten und letzten Streckenkarte für unseren Fahrradweg ließen wir es uns gut gehen und aßen an diesem Tag noch zweimal ein Eis.
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| Bunkerhopping |
(H) Dabei haben wir uns noch einen typischen, voll ausgerüsteten Bunker der tschechesslowakischen Grenzbefestigung der Jahre ‘36-’38 angesehen. Dazu gab’s Erklärungen eines Führers, der uns erklärte wieviel Mann was wo wie getan haben.
Der Weg dagegen war plan und blieb es, bis wir an die Grenze des tschechisch-österreichischen Thaya Nationalparks stießen. In unserem Streckenplan waren seine Radwege als nur mit dem Mountainbike zu bewältigen beschrieben. Dass das nicht gelogen war, stellten wir dann auch selbst ziemlich schnell fest. Schließlich gab ich bei einer nicht unbedeutenden Steigung auf sandigem, von riesigen Baumwurzeln durchwuchertem Weg auf und schob meinen Krümel, bis ich oben auf den keuchenden Hannes stieß. Wir beschlossen einstimmig den Park auf geteerten Straßen zu umfahren. Schade nur, dass wir dadurch den Weg über die Hängebrücke am Ende des geschützten Gebietes verpassten. Auf der Suche nach einem Lagerplatz für die Nacht landeten wir doch schließlich wieder an seiner Grenze. Zwischen Nationalpark und Stoppelfeldern schlugen wir unser Zelt auf, kochten und aßen, bis die Sonne untergegangen war und der fast volle Mond in sternklarer Nacht riesige Schatten über das Stoppelfeld warf.
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| Zelten an der Nationalparksgrenze |
Am Morgen wurden wir liebenswürdig auf tschechisch geweckt. Ein Nationalparkwächter war mit einem alten Gewehr über der Schulter aus seinem Auto gestiegen und stand nun vor unserem Zelt. Als wir verschlafen unsere Köpfe daraus hervor steckten, erklärte er in drei Sprachen, nämlich auf Tschechisch, grobem Englisch und Bröckeldeutsch, dass Hannes mit seiner rechten Pobacke auf Nationalparkgebiet geschlafen habe, was eindeutig verboten war. Daraufhin entschuldigten wir uns und er zog mit einem freundlichen Gesicht aus, um weitere Naturwüstlinge aus ihrem Schlaf aufzuschrecken. Wir dagegen packten unsere Sachen, verschnürten sie auf Louis und Krümel und machten uns auf den Weg zur österreichischen Grenze. Weitere 90 Kilometer Fahrt auf gerader, gut ausgebauter Strecke lagen vor uns. Tendenz abwärts, bis kurz vor die Grenze. Bei einem Anstieg, der uns vor dem folgenden österreichischen Fahrradweg Angst machte, war unsere letzte Streckenkarte zu Ende. Doch erst einmal erhöhten wir unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf den ersten 30 Kilometern auf 20. Ich war stolz auf mich. Dann gab es zwischen Dorfsee und angelegten Fischaufzuchtsteichen unser Frühstück. In Mikulov und Valtice wir noch einmal an die letzte Streckenkarte des Greenways zu gelangen. Doch umsonst nahmen wir dafür zwei nicht zu verachtende Steigungen in Kauf. Dafür spendierten wir uns von unserem letzten tschechischen Geld in beiden Orten ein Eis. Der Tag war warm, wenn auch ein leichter und kühler Rückenwind blies. Ein angenehmer Tag. Das steigerte sich für mich noch bis zur tschechisch-österreichischen Grenze (Valtive-Schrattenberg), denn bis dahin wuchs mein Fanclub aus tschechischen Fahrradurlaubern, die zumeist unbeladen mit ihrer ganzen Familie auf Mountainbikes saßen. Beim letzten Anstieg empfing mich auf dem Gipfel eine ganze Meute klatschender, fotografierender und wild gestikulierender Familien. Lachend und winkend fuhr ich an ihnen vorbei und wunderte mich nicht ohne ein leises Lachen im Bauch.
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| Tschechisch-Österreichische Grenze |
Dann passierten wir unsere zweite Landesgrenze. Tschechen sind dabei sehr genau und begutachteten, wie schon bei unserer Einreise, die Ausweise. Erst dann durften wir weiter. Die Österreicher dagegen blickten nur einmal beiläufig aus ihrem kleinen Häuschen und hielten es erst für nötig zu winken, als wir immer langsamer wurden und fragend hinüber blickten. Jetzt waren wir in Österreich! Nach dem ersten kleinen Dorf, nach Herrenbaumgarten also, suchten wir nahe eines Brunnenwasserschutzgebiets zwischen Apfelbäumen und dichten Büschen im hohen Gras unser Nachtquartier.
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| Kochen im hohen Gras |
Als wir es uns nach dem Essen gerade gemütlich machen wollten, zog ein starker Wind auf. Einige Regentropfen kündigten ein starkes Unwetter an. In rascher Eile rollten wir die Isomatten zusammen, packten das Geschirr und die Essensreste zusammen und verzogen uns in unser Zelt. Gerade noch rechtzeitig, bevor der starke Regenguss nachließ und zum hartnäckigen Tröpfeln überging, beschloss Hannes die Himmelsfluten, die auf uns niedergingen, zum Duschen auszunutzen und verließ noch einmal die trockene Zuflucht. Glücklich und etwas weniger klebrig kehrte er darauf zurück und legte sich zum Schlafen
Am nächsten Morgen weckten uns die immer noch einsilbig auf unsere Zeltplane schlagenden Wassertropfen. Wir beschlossen erst einmal abzuwarten, obwohl wir wenig Hoffnung auf eine Wetteränderung hegten und frühstückten im Zelt, zogen dann unsere Regenklamotten an und beluden die Fahrräder. Da riss der Himmel am Horizont auf und es wurde ein schöner, nicht zu heißer Fahrradtag. Ohne detaillierte Karte ging es weiter nach Poysdorf, wo wir feststellten, dass der Greenway in Österreich nicht mehr zu existieren scheint. Merkwürdig, merkwürdig. Dagegen fanden wir bei der Information eine Fahrradkarte, die uns auf qualitativ gleichwertigen Wegen, ohne zu starke Steigungen nach Wien führen sollte. Auf einer Anhöhe genehmigten wir uns nach Hobbitart ein zweites Frühstück und Hannes schaffte es darauf bei der folgenden Abfahrt auf eine Maximalgeschwindigkeit von 61 Kilometern die Stunde. Mein Krümel blieb da gemütlicher. 48 war das höchste, was mir mein Tacho anzeigen wollte.
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| Berge von Dreckwäsche |
Gegen 17:00 Uhr standen wir dann schließlich vor dem Haus meiner Tante in Wien. Glücklicherweise kam in diesem Augenblick auch Philipp, der die Wohnung und die Tiere der Familie meiner Tante für die Ferienzeit hütet und schloss uns auf. Wie glücklich waren wir über die Waschmaschine und den Badepalast. Nach dem Zusammensuchen unserer Dreckwäsche gönnten wir uns genüsslich ein Bad. Wie dreckig war das Wasser, das zum Schluss übrig blieb und wie sauber mein Gesicht nach dieser Zeremonie.
Zum Abendbrot plünderten wir den vollen Kühlschrank und aßen zu dritt Couscous mit Gemüse und Tofu. Dazu verständigten wir uns trotz österreichisch-deutscher Sprachproblematiken in lebhafter Art und Weise und bekamen den weisen Rat, niemals einen „Kaffee“ zu bestellen und erst recht kein Glas Leitungswasser. Was für ein Land, lieber Sven.
Nun haben wir Dienstag, den 31. Juli. Wir haben gefrühstückt und Hannes ist bereits dabei den Blog ins Englische zu übersetzen.
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Two on their way to vienna (23.7. – 27.7.)
Juli 23th, 2007 at 14:42
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| farewell from Sven |
(J) In the morning in Alber Sven left us at 9 am. It was not far away from the lake on witch waterside we slept the last two nights. Sven took a very small train with only two wagons: One for the people and one for the luggage. He drove back to Göttingen/Germany to work for one more week as a physicist. On his journey back he touched Vienna two days earlier than we arrived the capital from Austria by bike. Now he is curing is knee before he join us again.
At the same time Hannes and I went by bike parallel to the frontier of the Czech Republic, on the “Greenway” in the direction of Vienna. While we searched for the last part of the map from our bicycleway we enjoyed our trip. Two times we ate some ice cream and our way was flat and stayed flat until we reached the border of the Czech-Austrian Thaya-National-Park.
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| bunkerhopping |
(H) Thereby we visited a typical, full equiped bunker of the czechoslovakian border-fortification of the years ‘36-’38, including explanations of a guide.
Our brochure described the following way as a way that only fits for mountain bikes and that was no lie as we realized very fast. At last I gave up while I passed a steep gradient and pushed my “Krümel” (that’s the name of my bike) over a sandy ground up to the top of the hill. Here a gasping Hannes was waiting for me and we decided with one accord to leave the national park to went on on tared streets. What a pity that we had to miss the suspension bridge at the end of the way through the park. But finally, during our search for the camp for the night, we came again to the border of the national park. Here we built up our tent: On the one side the park on the other a field with stubbles of straw. We cooked and ate until the sun went down and the moon cast big shadows over the field.
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| camping at the border of national park |
In the morning we were awoken with a kind of amiability on Czech. A ranger with an old gun over his shoulder had left his car and now he stand in front of our tent. As we looked out sleepily, he explained us in three languages (on Czech, a rustical English and a crumbl German) that Hannes had slept with one cheek on the national park. That was definitely forbidden. We apologized and the ranger went with a friendly face into his wood in order to awake more criminals like us. We packed our luggage, tied it on Louis and Krümel and went on to the frontier of Austria. 90 kilometres expected us. On the flat way we could increase the average of the velocity up to 20 kilometres per hour. I was proud of myself. After 30 kilometres we had our breakfast. In Miculov and in Valtice we tried again to get the last map from the “greenway”, but it was in vain. Anyway, we ate some more ice cream with our last Czech money. The day was warm; a gentle tail wind was blowing. It was a pleasant day. That feeling increased until the Czech-Austrian frontier (Valtice-Schrattenberg), where a whole fan club of mine welcomed me on the top of a hill. (They all rode by bike, but without any luggage. My loaded Krümel seemd to be a curiosity for them.) They photographed me and I passed them with a smile on my lips.
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| czech-austrian border |
After that we passed our second frontier. This time the Czech border guard controlled our identity card, the Austrian guards only had a short look out of their small house. Now we were in Austria! Already after the first village we searched for a place for our tent. We found some high grass to build it up. After the dinner a heavy breeze announce the following thunderstorm. Therefore we hurried to come into our tent. But a bit later Hannes decided it was a good opportunity to have a shower and left the tent again. As he came back he was happy and less sticky.
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| cooking in the djungel |
The next morning still the raindrops fell on our tent. For now we decided to wait and to eat breakfast. But we built not up hops that the weather would change. The sky was grey all over. After having meal, we put on our rain clothes and packed the bikes. Suddenly on the horizon we saw a blue line. It became a shiny day. After we found out, that the “greenway” in Austria is non known, we took an other map from the information in Poysdorf. Quickly we noticed that in Austria the ways for bikes have the same high quality as the ways in the Czech Republic or in Germany. In the evening after a second breakfast on a top of a hill we reached Vienna. One time Hannes reached the top speed of 61 kilometres per hour. Krümel stayed cushier with a speed of 48.
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| mountains of dirt clothes |
Round about 5 pm we stood in front of the house of my aunt in Vienna. Fortunately in this moment Philipp came too. He is a student on the university in Vienna and looks after the plants and the animals wile my aunt and her family is on holiday. Especially we were happy about the washing machine and the bathtub.
For supper we could ransack a filled fridge and ate couscous with plenty of vegetables. And we discussed about the German-Austrian imbroglios of understanding. In that way we got the advice, never to order a “Kaffee” in a restaurant, but a “Mokka” or a “Melange”. Now it is the 31 of July. We had our breakfast and Hannes has begun to translate our webside into English.
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