Esfahan (23.11. – 30.11.)

Esfahan bei Nacht

(J) Die fuenfeinhalbstuendige Busfahrt von Teheran nach Esfahan verlief im Grossen und Ganzen ruhig. Im erste Drittel unserer Reise jedoch veraenderte sich die Landschaft gewaltig. Wueste! Die ersten Anzeichen einer Wueste auf unserer Reise in den Suedosten. In der Ferne tauchten zwei Kamele auf und verschwanden hinter den sandfarbigen Huegeln der Oednis wieder. Am linken Fenster erschien ein gelbbraunes Haeusermeer. Bis zum Horizont durchzogen enge und staubige Gassen labyrinthartig das Gebiet. Wir hatten Qom erreicht. Qom ist nach Mashhad, die zweitheiligste Stadt des Irans und zieht Jahr fuer Jahr viele Pilger an.
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Teheran (19.11. – 23.11.)

Teheraner Basar

(J) Ueber die folgende Zeit in der iranischen Hauptstadt laesst sich weniger berichten, als es von euch vielleicht erwartet wird. Wir haben wenig mehr gesehen als die riesige Abgasglocke ueber den Daechern, den chaotischen Strassenverkehr und das fluechtige Leben in der Metro. Sightseeing, so schien es uns, bot sich hier kaum an. Nur einmal haben Sven und ich es geschafft, ueber den riesigen Basar zu schlendern. Wir liessen uns von der Menge vorbei an Papierlaeden treiben, die gerade einmal vier Quadratmeter massen.
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Von Tabriz bis nach Teheran (07.11. – 19.11.)

Wieder ins wueste Land

07.11. – 12.11. Tabriz – Asalem: Es wird gruen

(J) Am 7.11., einem Mittwoch verliessen wir Tabriz. Wir waren erleichtert, dem Gestank der Autos und den vielen Stunden im Internetcafe entkommen zu koennen. Bestimmt waren wir um unserer schlanken Linie Willen alle auch froh, den mannigfachen Kuchenbergen zu entrinnen, die zwangsweise immer wieder auf unseren Speiseplan gelangten. (So waren die Konditoreien zu zahlreich und ihre Schaufenster zu verfuehrerisch, als dass wir ihnen widerstehen haetten koennen.)
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Willkommen im Jahre 1386 (28.10. – 06.11.)

Quara Kelisa

(J) Knappe vier Monate auf dem Fahrrad lagen bereits hinter uns, als wir am 28.10.07 zusammen mit Fabian, dem Schweizer, in Iran einreisten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir kaum eine klare Vorstellung von diesem Land. Unser diffuses Wissen gruendete sich lediglich auf Berichte verschiedener Reisefuehrer. Und so erwarteten wir schliesslich eine Kultur, die sich zugleich als ueberaus hoeflich und gastfreundlich, wie modern und dennoch stark restriktiv praesentieren wuerde. Verhaltensregeln zwischen Mann und Frau und Kleiderordnungen schwirrten durch unsere Koepfe. Alles erschien uns fremd und verwirrend. Was wuerde uns wirklich erwarten? Den Rest des Beitrags lesen »