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| Lange Zoepfe. |
(S) In den letzten Tagen sind wir durch recht bergige Gebiete gefahren. Immer einsamer wurden die Strassen. Zusaetzlich aenderte sich der Menschenschlag am Wegesrand: Wir waren im Gebiet der Yi (zumindest glauben wir das … ). Viel Regen, manchmal Gegenwind begleiteten uns genauso, wie das immerwaehrende Laecheln der Einheimischen.
13. – 19.05.: Von Yuanmou bis Xichang
(J) Die letzten Tage verschwimmen in meiner Erinnerung zu einer grauen, regenfeuchten Masse. Selten liess sich ein kleiner Fetzen blauer Himmel erkennen. Kaum einmal erreichten uns einzelne Sonnenstrahlen. Meist blieb die Wolkendecke dicht und huellte uns in einen Schleier aus Mirriaden winziger Wassertroepfchen. Doch es war vorerst noch warm. Wir fuhren wie in Trance und dachten dabei an nicht viel mehr als unseren Tretrhythmus oder stumpfe Melodien, die sich bald im Kreise zu drehen begannen.
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| Siedlungen und Reisfelder. |
Einen Tag nachdem wir Yuanmou verlassen hatten, stiessen wir bei Panzhiuha auf ein tiefes und langgezogenes Flusstal. Wir folgten dem Strom die folgenden fuenf Tage aufwaerts, bis wir in Xichang in die Welt der Berge und Passstrassen abbogen. Doch bis dorthin zog die Landschaft monoton an uns vorueber. Reisfelder, eine leere, aber gut abgetrennte Autobahn, kleine und groessere Staedtchen und nirgendwo blieb ein ungestoertes Fleckchen fuer eine ruhige Nacht im Zelt. Daher hielten wir gegen Abend immer wieder nach Hotels Ausschau. Die Zimmer sind hier meist gross und sauber. Doch nicht jedes Hotel in China ist berechtigt Auslaender zu beherbergen. Selten kommt es vor, doch manchmal wird man deshalb weggeschickt und einmal stand kurz vor dem Schlafengehen die chinesische Polizei vor der Zimmertuer und wollte die Paesse kopieren. So am 13.5. in Yongren, als ich aus der Dusche kam und Sven nicht mehr aufzufinden war. Auf Nachfrage erklaerte das Hotelpersonal, dass er in ein Polizeiauto gestiegen sei. Ich atmete tief durch, denn was bitte sollte ich davon halten? Doch schon wenig spaeter kam er grinsend zurueck. „Polizisten eben…“, war sein knapper Kommentar.
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| Fleischmarkt. |
Abends meist, nachdem wir eingecheckt und uns frischgemacht hatten, gingen wir in ein groesseres Restaurant und bestellen, was am Nachbartisch gegessen wurde, natuerlich nur, sofern es gut aussah und roch. Das war fuer uns die einfachste Weise an ein gutes Gericht zu kommen. Man servierte uns daraufhin Reis mit mehreren Gemuesebeilagen und eine grosse Schuessel Salatsuppe. Auf diese Weise haben wir bereits verschiedene, mir unbekannte Pilzsorten probiert, in einem Teigmantel frittierte Maiskoerner bestellt und einen grossen Teller gebratene Erdnuesse geordert, weil wir sie auf den ersten Blick fuer rote Bohnen gehalten hatten. Einmal war auch etwas dabei, was an Algen erinnerte. Doch bis jetzt hat uns alles ganz gut geschmeckt.
Zum Fruehstueck gab es nun immer oefter Nudelsuppe. Sie dampfte und roch richtig gut. Sie schmeckteauch und machte satt. Die duennen Nudeln werden zwischen die beiden Holzstaebchen geklemmt und dannmit einem ohrenbetaubenden Schluerfen und Schmatzen eingesaugt.
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| Gepaecktransport: Deutschland vs. China |
So machen es immerhin die Chinesen und die muessen es wissen.
– Ich bespritze bei dieser Aktion allerdings regelmaessig nicht nur den Tisch. – Da meistens nicht nur Fleisch sondern auch Knochen und Knorpel in der Bruehe schwimmen, kommt hierbei auch die grosse asiatische Vorliebe fuer das mehr oder weniger kunstvolle Ausspucken zum Tragen. So wird alles Unverdauliche ohne Scheu ganz einfach auf den Tisch oder den Boden gespien. Manchmal klebt der Tisch aber leider bereits vor der Bestellung. Manche Restaurants haben daher zahlreiche, duenne Plastikdecken ueber eine huebsche rote Stoffdecke ausgebreitet. Die koennen einzeln abgenommen werden und schon ist alles sauber und bereit fuer den naechsten Gast. Vieles an diesen Tischsitten erscheint uns seltsam, doch man muss wissen, dass Chinesen es ihrerseits nicht ertragen koennen, wenn ein Reisender wie wir ein benutztes Taschentuch in seine Tasche steckt. Das muss fuer sie ebenso unangenehm sein, wie fuer uns der riesige Schleimbatzen, der unter lauten Gurgel- und Wuergegeraeuschen auf die Strasse gerotzt wird.
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| Altstadt in Dechang. |
Weil die Gegend, durch die wir nun fuhren, nicht viel Abwechslung zu bieten hatte, waren die Tagesetappenmanchmal sehr ermuedend. Laengere und kuerzere Strecken wechselten sich ab und am 17.5. beschlossenwir, uns in Dechang einen Ferientag zu gestatten. Unser Zimmer lag mitten in der kleinen Altstadt. Man hattesich hier Muehe gegeben, die Haeuserfassaden im alten Stil zu restaurieren und die Fronten geweisst. Der braune Anstrich mancher Betonpfeiler ahmte die Holzmaserung dicker Baumstaemme nach. Das Stadttor im Zentrum schien dagegen wirklich aelter und mehr als blosse Immitation zu sein. Ein Rondell aus kleinen Laeden umrahmte es. Die Atmosphaere lud zum Ausruhen und Schauen ein. Darueber hinaus gefiel uns unser Zimmer sehr. Es war gross, hell und sauber. Und es besass einen eigenen Computer auf den sich Sven und Hannes sofort begeistert stuerzten. „Alter! Kumma! wir ham’n eigenen Computer!“, riefen sie und verbrachten beinahe den ganzen naechsten Tag damit, imaginaere Laender zu erobern. Dem Spielen konnte ich nichts abgewinnen, doch ich genoss die Zeit meinerseits beim Lesen.
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| „Compuddaa!“ |
Computerspielen und stundenlanges Lesen sind nur einige Dinge, die uns manchmal fehlen, wenn wir an unseren zurueckgelassenen Alltag denken. Schokoladentafeln vernaschen sind die anderen
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um Doch waehrend des Mittagessens an diesem Tag ereignete sich eine kleine amuesante Unterbrechung. Mehrere junge Chinesinnen begannen zunaechst vorsichtig, dann immer neugieriger damit, uns Fragen zustellen. Sie sprachen kein Englisch, wir kein Mandarin, doch das machte kaum etwas. Schliesslich baten sieein Fotoshooting im nahen Park. Wir willigten ein und beobachteten daraufhin schmunzelnd, wie zweispeisende Gaeste aus dem kleinen Restaurant vertrieben und dessen Tueren resulut verriegelt wurden. Ebenso schloss die Besitzerin des Frisoersalons gegenueber ihren Laden, denn sie hatte sich ebenfalls zuuns gesellt. Wir bekamen suesse Getraenke geschenkt und auf ging es.
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| Fotoshooting. |
Im Park wurde ein Fotograf engagiert und dutzende Male posierten wir mit unterschiedlichen Chinesinnen im Arm, hinter uns ein Blumenbeet in voller Bluete. Es wurde viel gelacht. Es sah auch lustig aus, wie wir einen Kopf und groesser, die Frauen ueberragten.
Am 18.5. kamen wir schliesslich in Xichang an. Nun wuerde es weg vom Flusstal in die Berge gehen.
19. – 23.05.: Berge und Taeler
(S) Am Abend hatten wir auf dem GPS das Unglueck gesehen: Von der naechst groesseren Stadt, Meigu, trennten uns Luftlinie zwar nur knapp 70 km, jedoch war dazwischen ein Hoehenzug, der uns auf 3200 Meter fuehren sollte. Also standen jetzt 1800 Hoehenmeter auf dem Programm. Was solls?! Erstmal fruehstuecken.
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| Einkaufsmeile |
Fruehstueck bedeutet hier im wesentlichen Nudelsuppe. Ein bissen kleingehaeckseltes Fleisch, manchmal mit Knochen, manchmal ohne, dazu ein wenig Gruenzeug und alles mit viel Nudeln vermengt. Gewuerzt wird dies meist recht scharf und auch Sodiumglutamat darf genausowenig fehlen, wie ein Gewuerz dessen deutschen Namen wir noch nicht herausgefunden haben, auf jeden Fall betaeubt dieses dunkle Puder die Zunge und hinterlaesst einen leichten Geschmack alter Autositze im Rachenraum. Als Abwechslung (und weil ich kein so riesiger Nudelsuppenfan bin) kann man sich auch Reissuppe, also ungesalzenen Reis in Wasser verkocht, und mit irgendwas gefuellte (meist Kohl) Hefebroetchen bestellen. Fuer das Fruehstueck unterwegs besorgen wir uns Haferflocken, doch auch dies wird zunehmend schwerer: Man bekommt oft nur kleingeraspelte Flocken, mit Zucker und Aromen vermengt, die unter Zugabe von Wasser eine breiige Masse bilden. Natuerlich wird dies alles in „praktischen“ 30 Gramm Beuteln verpackt. Wenn ich satt werden will, muss ich circa fuenf dieser niedlichen Kinderpaeckchengroessen verzehren. Die Chinesen scheinen solche Kleinpackungen zu lieben …
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| Endlich wieder im Zelt. |
Aber genug davon: Inzwischen waren wir satt und machten uns daran den Berg zu erklimmen. Auf vielen Serpentinen schraubten wir uns langsam hoeher. Noch vier Stunden spaeter zeigte ein Blick zurueck XiChang unten im Tal. Der Himmel war in ein leichtes Grau getaucht, so dass wir auch nicht mit der sengenden Sonne zu tun hatten. Immer mal wieder machten wir kleine Obstpausen am Strassenrand. Stoerenden Verkehr gab es hier kaum … ein angenehmer Tag. Trotzdem waren wir froh als wir am spaeten Nachmittag die 3000-Metergrenze ueberschritten und nun wussten, dass bald eine kilometerlange Abfahrt vor uns lag. Doch die wollten wir uns fuer den naechsten Tag aufheben.
In den letzten Tagen war es schwierig einen Zeltplatz zu finden, weil eigentlich jedes noch so kleine Stueckchen Land, wenn es nicht gerade eine steil abfallende Felswand war (manchmal sogar dann), landwirtschaftlich genutzt wurde. Hier oben sah das anders aus. Runde Bergruecken waren von Gras und kleinen verkrueppelten Bauemchen, die lila bluehten, bewachsen.
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| Hoch hinaus. |
Ein paar Schweinehirten trieben ihre Herden ueber die Haenge, ansonsten war nicht viel los. Ideal! Wir bogen von der Strasse ab, hinter einer kleinen Erhebung errichteten wir unser Zelt und begannen den gemuetlichen Teil des Abends: Wir kochten – natuerlich Nudeln. Dazu Gemuesesosse und alles ohne dieses komische „Auto-Sitze-Gewuerz“. Lecker! Der Brenner lief noch, als wir feststellten, dass die Hoehe auch unangenehme Nebenwirkungen hatte: Es wurde verdammt kalt. Mag sein, dass wir tiefe Temperaturen einfach nicht mehr gewoehnt sind, aber wir waren froh uns zum Essen ins Zelt verziehen zu koennen. Der heisse Nudeltopf heizte und bald kugelrund, krochen wir in unsere Daunenschlafsaecke und liessen den Abend mit einer Maerchenstunde ausklingen. Immer abends, wenn die Sonne sich hinter dem Horizont verkriecht, liest einer von uns ein Gute-Nacht-Maerchen oder was immer wir an Lektuere so zur Hand haben …
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| Alles auf den Beinen: Markttag. |
Auch die naechsten drei Naechte fanden wir gluecklicherweise immer wieder geeignete Zeltstellen. Nach so langer Zeit in den Hotels Indiens, Nepals und nun Chinas, war es schoen wieder in der freien Natur schlafen zu koennen, selbst wenn es manchmal kalt wurde oder prasselnder Regen den Toilettengang verkomplizierte. Trotzdem muss man auch zugeben, dass wir drei uns inzwischen an den Luxus, welchen chinesische Hotels bieten, ein wenig gewoehnt haben. Fast immer hat man ein eigenes Bad, fliessend – oft sogar warmes – Wasser. Zur Ausstattung der sauberen Zimmer gehoehren neben TV und Klimaanlage, auch Handtuecher, Bettdecken, Zahnbuersten und Seife. Kein Vergleich mit den Absteigen Indiens und Nepals.
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| Rasender Hannes. |
Das Schwierigste hier ist die Sprachbarriere zu ueberwinden und ein Zimmer zu erhalten: Betritt man ein Hotel, wird man meist vom Personal bestaunt. Wenn wir per Zeichen bedeuten ein Zimmer haben zu wollen, schaut man uns haeufig immer noch fragend an. Also gut – wir holen das „Phrasebook“ (ein kleines Buch mit praktischen Floskeln und deren Uebersetzungen) heraus und praesentieren den Satz: „Wir haetten gerne ein Doppelzimmer gemietet“. Die Antwort: Kopfnicken. Keiner sagt was, man staunt oder grinst. Was nun? Wir fragen wieviel es kostet – werden wir nicht verstanden, greifen wir erneut zum Phrasebook. Die Antwort kommt guenstigsten Fall mit Haendzeichen – oft aber auch muendlich. Anfangs musste auch hier das Phrasebook helfen: „Koennen Sie das aufschreiben?“. Ist das geklaert, wuerden wir gerne einen Blick ins Zimmer werfen – unsere Gesten versteht man selten, also wieder der Griff zum Phrasebook … ist alles soweit glatt gelaufen, kommt der schwierigste Teil der Geschichte: Schliesslich wollen wir zu dritt in ein Doppelzimmer. Das ist zugegebenermassen nicht ganz so einfach zu verstehen und was noch schlimmer ist: Hier ist die Antwort weit komplexer als ein Kopfnicken. Da wir nun verstaendnislos laecheln – ahja da war doch was: Man schreibt es uns auf (Immer noch scheint die nette Dame hinterm Tresen davon auszugehen, dass wir irgendeinen Mandarindialekt benutzen und wenigstens die Zeichen deuten koennen – „Hmmm?!“).
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| Von Maennern und Turbanen. |
An dieser Stelle muessen wir uns allerdings als Analphabeten outen. Manchmal holen wir unsere Tagebuecher raus, um zu demonstrieren, dass unsere Schrift sich vom Standard-Chinesisch stark unterscheidet. Wieder lacht und staunt man. Wenn dann schon fast alles irgendwie geklaert ist, versuchen wir einen sicheren Platz fuer unsere Raeder zu besorgen … „Puuhhh!“ – So frisst es mitunter viel, viel Zeit, bevor wir endlich ins Zimmer einziehen koennen.
Die naechsten Tage fuehrten uns erst ins Tal und dann erneut ueber einen Pass, diesmal zog sich der Anstieg ueber 70 km. Die Wolken hingen noch tiefer als die Tage zuvor. So bekamen wir eine kontinuierliche Wasserkuehlung in Form leichten Spruehregens. Dafuer waren wir nun wirklich alleine auf der Strasse, vielleicht zehn Fahrzeuge und fuenf Fussgaenger ueberholten uns am Tag. Die Strasse, irgendwann wechselte der Asphalt gegen Schotter und Schlamm, zog sich durchs Flusstal. Rauschendes Wasser, dass roten Schlamm mit ins Tal hinunter riss, wurde unser staendiger Begleiter. Wir passierten keine groesseren Staedte mehr, nur kleine Doerfer lagen am Wegesrand.
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| Leben AUF der Strasse. |
Hier spielte sich das Leben zu grossen Teilen auf der Strasse ab – und das ist woertlich gemeint. Menschengruppen, seien es Kinder, Frauen, Maenner oder alles gemischt, sassen auf der Strasse – Sie erzaehlten oder spielten Karten. Wir passierten tausende Billardtische, an denen vor allem die Jugendlichen gegeneinander kaempften. Es gab wenige Felder, dafuer nahm die Anzahl der Schweinehirten zu, die Horden von schwarzen, grunzenden Tieren durch die Gegend dirigierten. Die Bevoelkerung sah hier nicht chinesisch aus, zumindest nicht so, wie ich mir das vorstellte. Die Haut war dunkler und die Gesichtszuege eher mongolisch (wuerde ich sagen). Man trug hier im ganz normalen Leben die traditionellen Trachten, meist mittellange Umhaenge oder bunte Jacken und ausgefallene Kopfbedeckungen. Mal banden sich die Frauen ein an ein Handtuch errinnerndes Stueck Stoff um den Kopf, mal zierte ein Turban das Haupt.
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| Familienoberhaupt? |
Die Frauen wickeln mitunter ihre dicken langen Haare, die sie zu dicken Zoepfen gepflochten haben, um den Kopf und befestigen so schwarze Stoffhuete. Wir waren im Land einer Minderheit, deren Name wir nicht kannten (und leider auch immer noch nicht kennen – vielleicht die Yi?). Die Menschen laecheln hier freundlich, gruessen und zeigen neugierig auf uns. Leider koennen wir wenig mehr als, dass wir aus Deutschland kommen mitteilen
.
So beobachteten wir unsererseits Menschen und Landschaft und erreichten nach diesem kurzen Ausflug ins Hochland gestern Ebian. Hier, in einer etwas groesseren Stadt, brachten wir die unliebsame Hotelsuche hinter uns und sitzen nun in einem der zahllosen Internetcafes. Diese Bezeichnung ist eigentlich falsch gewaehlt. Man ist hier schliesslich von (manchmal bis zu zweihundert) jungen Chinesen umgeben, die ihre Fertigkeiten in verschiedenen Rollen- und/oder Actionspielen schulen. Ausser uns surft kaum einer durchs Netz der Netze … macht ja nix, bleibt mehr Bandbreite fuer uns
. Morgen soll es dann weiter gehen nach Leshan (was hoffentlich auch nur eine Tagestour ist), wo wir einen Blick auf den weltgroessten Buddha werfen wollen. Ausserdem munkelt man, dass der weltlaengste Buddha dort irgendwo in der Naehe zu finden sein soll – wir werden uns mal auf die Suche machen …
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