In den baltischen Staaten (11.10. – 22.10.)

Tallinns Stadtmauer.

Tallinn (11. – 14.10.)

(H) Nach zwei Stunden auf der Faehre von Helsinki erreichten wir das estnische Ufer. Obwohl die Fahrt nur ueber eine kleine Bucht der Ostsee fuhr, schaukelte das riesige Schiff maechtig und leichte Uebelkeit schlich sich heran. So waren wir froh, als wir am fruehen Abend des 11. Oktobers ohne Probleme mit unseren Raedern aus dem Faehrterminal rollten. Wir hatten uns mit Hedi, unserer estnischen Gastgeberin, an einem Einkaufszentrum in der Naehe verabredet. Tatsaechlich fanden wir dieses leicht und nach ein paar Minuten Warten tauchte auch Hedi auf. Aufgeregt winkte sie mit den Haenden und hiess uns Willkommen. Sie staunte nicht schlecht ueber unsere bepackten Raeder. Da sie nicht direkt in Tallinn wohnte, sondern in Raasiku, einem kleinen Ort 30 Kilometer oestlich der Hauptstadt, beschrieb sie uns mit Hilfe einiger schnell gezeichneter Skizzen den Weg aus der Stadt und zu sich nach Hause.

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Entlang der Ostsee in die EU (26.09. – 11.10.)

Kanal in St. Petersburg.

In St. Petersburg  und endlich wieder an der Ostsee (26. – 30.9.)

(J) Die Reise veraendert sich, seit wir aus Moskau aufgebrochen sind: Um die grossen Staedte der Ostseekueste kreisen unsere Gedanken nun und sie wirken immer wieder wie warme Lichtblicke auf dem letzten Teil unserer Radtour, deren Verlauf nun gepraegt ist durch den unerbittlich voranschreitenden Herbst. In St. Petersburg stiessen wir zum ersten Mal auf das kleine Meer. Helsinki, Tallin, Riga und Danzig wuerden noch folgen.
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Zurueck in Europa (19.09. – 25.09.)

Ein Blick zurueck.

Drei Tage in der „Transsib“ (19. – 22.09.)

(S) Kein Pfiff, nur ein lautes Klappen der Tueren ertoente, dann ein Ruck und der Zug fuhr an. Unser Abteil war winzig, aber nicht zu klein. Rechts zwei Betten, links ebenso zwei. Judith und Hannes belegten die unteren, Yasmine, Louis, Kruemel und ich teilten uns die oberen Betten. Wir hatten die Vorder- und Hinterraeder demontiert und die Rahmen mit Spanngurten auf das vierte Bett gebunden. Alles schoen festgekeilt – nur manchmal, wenn sich die Gurte ein paar Millimeter gelockert hatten und das taten sie am liebsten nachts, knarrte die ganze Konstruktion ein wenig nervig. Unsere 19 (!) kleinen und grossen Taschen fanden unter den Liegen bzw. im Mittelgang Platz. Die Laufraeder verstauten wir gepolstert im Fach ueber dem Gang …
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Zum tiefsten See der Welt (01.09. – 19.09.)

Russisches Holzhaus in
Ulan Ude.

Ueber die Grenze nach Russland (01. – 06.09.)

(J) In der Mongolei war es kalt geworden. Nachts bildeten sich auf den Fensterscheiben der Autos bereits duenne Frostschichten. Auf den Holzliegen der Jurte kuschelten wir uns eng in die dicken Schlafsaecke. Regen prasselte von Zeit zu Zeit auf die Stoffplane des runden Zeltdaches. Wuerde uns nun bereits Ende August die ungemuetliche Jahreszeit einholen, der wir im Iran nach nur einer einzigen Woche bei Minusgeraden und Schnee entflohen waren? Kalte Winde peitschten aus sibirischer Richtung ueber uns hinweg und besorgt blickten wir unserem Aufbruch nach Russland entgegen.
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