Dubai (24.12. – 06.01.)

Dubai wie es lebt und baut

(H) Die beiden emfingen uns sogleich mit der Neuigkeit, dass es keine Faehre nach Dubai gaebe, da die See immer noch recht unruhig sei. Na toll! Schifffahren im Iran wird sich nicht mehr zu unserer bevorzugten Reiseart entwickeln. Im Endeffekt lief aber alles ganz gut. Es erforderte nur den anscheinend unvermeidlichen Gang durch die Instanzen: Manager A anrufen, sich zu B verweisen lassen, Informationen abgleichen, wieder zu A und und und… Letztendlich bestaetigten uns aber die Hafenmanager von Bandar-e-Lengeh und Bandar-e-Abbas, dass am 25.12. ein Katamaran von Dubai nach Lengeh und am folgenden Tag nach Dubai zurueck fahren wuerde, wahrscheinlich. So beruhigt beschlossen wir in einer heiteren, etwas ausgeflippten Diskussion am Strassenrand uns vor Ort fuer zwei Tage ein Hotel zu nehmen und die ersten Weihnachtstage hier in aller Ruhe zu verbringen.
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Golfkueste und Kish (18.01. – 24.12.)

„Salaam aleikum!“

(S) Am Golf war es wie Urlaub. Wir fuhren nun nicht mehr um irgendwo anzukommen. Wir hatten auch keine Probleme mehr mit Verkehrslaerm, man hoerte nur das Wellenplaetschern und von Zeit zu Zeit ein paar Voegel singen. In den dornigen Bueschen am Strassenrand versteckten sich Rebhuehner, zumindest sahen sie so aus wie ich mir Rebhuehner vorstelle. Wenn wir vorbeifuhren schreckten sie auf und flogen davon. Der Strand war auch unser staendiger Begleiter und lud zum Ausruhen ein.

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Von Esfahan zum persischen Golf (01.12. – 17.12.)

Fischerhuetten am persischen Golf

(J) Unsere Berichte haben auf sich warten lassen, denn der Winter war uns lange Zeit dicht auf den Fersen. Erst am Persischen Golf haben wir uns in Sicherheit gewusst, doch dort an der Kueste ist es einsam. Die wenigen, malerischen Fischerstaedtchen hatten kaum einmal einen Laden und darueber hinaus lief unsere Iranvisumsverlaengerung bereits am 27.12. aus. Deshalb sitzen wir nun, nach zahlreichen abenteuerlichen Momenten in den Haefen von Kish und Bandar-e-Lengeh, bei denen wir lange nicht in Erfahrung bringen konnten, wann, wohin und was fuer eine Faehre uns ueber den Persischen Golf uebersetzen wuerde, schliesslich doch in Dubai, wo wir auf unser Indienvisum warten. Doch zunaechst hatten wir ungezaehlte Gebirgszuege zu ueberqueren, so manchen Durchfalltag zu bewaeltigen und Schnee- und Regenfaelle zu bekaempfen.
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fröhliche Weihnachten

Weihnachtsessen

Es ist Weihnachten, hier im Iran ein Arbeitstag, wie jeder andere. Wir haben gestern Abend trotzdem in einem kleinen Hotel bei Kerzenlicht und ruhiger Atmosphaere gefeiert … Zur Zeit sind wir in Bandar-e-Lengeh an der Küste des persischen Golfes. Morgen werden wir per Katamaranfähre den Iran verlassen und nach Dubai aufbrechen, zumindest wenn die Fähren nicht wieder wegen stürmischer See gestrichen werden. Dort beantragen wir unser Visum für Indien und werden auch das Blog auf den neusten Stand bringen. Wir danken allen die unser Tagebuch so fleissig lesen und freuen uns über all die netten Einträge im Gästebuch. Wir wünschen euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Esfahan (23.11. – 30.11.)

Esfahan bei Nacht

(J) Die fuenfeinhalbstuendige Busfahrt von Teheran nach Esfahan verlief im Grossen und Ganzen ruhig. Im erste Drittel unserer Reise jedoch veraenderte sich die Landschaft gewaltig. Wueste! Die ersten Anzeichen einer Wueste auf unserer Reise in den Suedosten. In der Ferne tauchten zwei Kamele auf und verschwanden hinter den sandfarbigen Huegeln der Oednis wieder. Am linken Fenster erschien ein gelbbraunes Haeusermeer. Bis zum Horizont durchzogen enge und staubige Gassen labyrinthartig das Gebiet. Wir hatten Qom erreicht. Qom ist nach Mashhad, die zweitheiligste Stadt des Irans und zieht Jahr fuer Jahr viele Pilger an.
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Teheran (19.11. – 23.11.)

Teheraner Basar

(J) Ueber die folgende Zeit in der iranischen Hauptstadt laesst sich weniger berichten, als es von euch vielleicht erwartet wird. Wir haben wenig mehr gesehen als die riesige Abgasglocke ueber den Daechern, den chaotischen Strassenverkehr und das fluechtige Leben in der Metro. Sightseeing, so schien es uns, bot sich hier kaum an. Nur einmal haben Sven und ich es geschafft, ueber den riesigen Basar zu schlendern. Wir liessen uns von der Menge vorbei an Papierlaeden treiben, die gerade einmal vier Quadratmeter massen.
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Von Tabriz bis nach Teheran (07.11. – 19.11.)

Wieder ins wueste Land

07.11. – 12.11. Tabriz – Asalem: Es wird gruen

(J) Am 7.11., einem Mittwoch verliessen wir Tabriz. Wir waren erleichtert, dem Gestank der Autos und den vielen Stunden im Internetcafe entkommen zu koennen. Bestimmt waren wir um unserer schlanken Linie Willen alle auch froh, den mannigfachen Kuchenbergen zu entrinnen, die zwangsweise immer wieder auf unseren Speiseplan gelangten. (So waren die Konditoreien zu zahlreich und ihre Schaufenster zu verfuehrerisch, als dass wir ihnen widerstehen haetten koennen.)
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Willkommen im Jahre 1386 (28.10. – 06.11.)

Quara Kelisa

(J) Knappe vier Monate auf dem Fahrrad lagen bereits hinter uns, als wir am 28.10.07 zusammen mit Fabian, dem Schweizer, in Iran einreisten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir kaum eine klare Vorstellung von diesem Land. Unser diffuses Wissen gruendete sich lediglich auf Berichte verschiedener Reisefuehrer. Und so erwarteten wir schliesslich eine Kultur, die sich zugleich als ueberaus hoeflich und gastfreundlich, wie modern und dennoch stark restriktiv praesentieren wuerde. Verhaltensregeln zwischen Mann und Frau und Kleiderordnungen schwirrten durch unsere Koepfe. Alles erschien uns fremd und verwirrend. Was wuerde uns wirklich erwarten? Den Rest des Beitrags lesen »